
Mögliche Komplikationen nach einer Brustvergrößerung
Trotz unserer umfangreichen Voruntersuchungen
und der größten Sorgfalt können während oder
nach der Operation vereinzelt Komplikationen auftreten. Während
der Operation bestehen die normalen Operationsrisiken, über
die Sie im Aufklärungsgespräch ausführlich informiert
werden.
Nachblutung oder Hämatombildung (Bluterguß)
Nach der Operation kann es zu einer Nachblutung oder Hämatombildung
(Bluterguß) kommen. Durch eine Wundinfektion kann
sich die entsprechende Wundheilung verzögern.
Störungen der Narbenbildung nach
einer Brustvergrößerung
Wenn Narben unter Spannung stehen, so kann es zu Störungen
der Narbenbildung kommen.
Druckschäden an Nerven und Weichteilen
In seltenen Fällen können Druckschäden
an Nerven und Weichteilen entstehen. Sie bilden sich in
der Regel innerhalb weniger Wochen wieder zurück.
Schwellungen nach
einer Brustvergrößerung
Schwellungen im Operationsgebiet
können teilweise 6 bis 12 Monate verbleiben. Die endgültige
Form der Brust wird oft erst nach 12 Monaten erreicht.
Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen
Durchblutungs- und Wundheilungsstörungen sind
selten. Es kann dann zur Ausbildung von breiten Narben kommen,
die möglicherweise einen Korrektureingriff erfordern, um ein
optisch optimales Ergebnis zu erzielen. Bei entsprechender Veranlagung
können wulstige, dicke, verfärbte und schmerzhafte Narben
(Keloid) entstehen. Solche Narben erfordern manchmal einen Korrektureingriff.
Blutgerinnsel (Thromben)
Blutgerinnsel (Thromben) sind selten,
können aber zum Verschluss eines Blutgefäßes führen,
der lebensbedrohlich werden kann (z. B. Lungenembolie) und auch zum
Tod führen kann.
Sensibilität der Brustwarze nach
einer Brustvergrößerung
Die Sensibilität der Brustwarze kann durch
die Gewebedehnung und die Durchtrennung der Hautnerven beeinträchtigt
sein. Diese Störung kann bis zu einem Jahr dauern und
verbessert sich in der Regel im Laufe der Zeit.
Infektionen der Wunde können
zu einer Verzögerung der Wundheilung führen. Zudem kann es
zur Ausbildung von Abszessen (Eiteransammlungen) und Nekrosen (Absterben
von Gewebe) kommen.
Die Stillfähigkeit kann je nach Operationsart
beeinträchtigt werden.
Bei der Kapselfibrose (engl. capsular fibrosis)
handelt es sich um die Ausbildung einer harten bindegewebsartigen,
teilweise schmerzhaften Kapsel, die meist in Folge einer Mammaplastik
(Brustvergrößerung) entsteht. Je nach Ausprägung kann
oder muss sie behandelt werden. Im schlimmsten Falle muß das
Implantat entfernt werden.
Als Wundheilungsstörung bezeichnet man einen
verzögerten bzw. atypischen Ablauf der Wundheilung. Wundheilungsstörungen
können durch systemische und lokale Faktoren bedingt sein.
Lokale wundspezifische Faktoren können die
Wundheilung ebenfalls entscheidend beeinträchtigen. Die Vermeidung
ihrer Entstehung und frühzeitige Intervention bei ihrem Vorhandensein
können die Wundheilung erleichtern.
Lokal bedingte Wundheilungsstörungen
entstehen unter anderem durch:
-
Wundinfektion
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große, schlecht resorbierbare Hämatome
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mangelnde Ruhigstellung
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Spannung der Wundränder
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Verunreinigung durch Fremdkörper
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Entstehung von Seromen
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Wunddehiszenz nach primärem Nahtverschluss
Wundheilungsstörungen können durch zahlreiche
Grunderkrankungen oder Mangelerscheinungen ausgelöst werden,
unter anderem:
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Malnutrition: Durch einen Mangel an Proteinen, Kohlenhydraten,
Fetten, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ist eine schlechte
Wundheilung wahrscheinlich, da der erhöhte Nährstoffbedarf
des stoffwechselaktiven Wundgewebes nicht ausreichend gedeckt wird.
Ein Mangel an Vitamin C führt zu einer Störung der Kollagensynthese,
Calcium ist für den Ablauf der Blutgerinnung unerlässlich.
-
Gewebehypoxie: Erkrankungen, die zu einer mangelhaften
Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff führen, verschlechtern
die Wundheilung. Vor allem sind dabei der Diabetes mellitus, Anämien,
die pAVK (Nikotinabusus) und die venöse Insuffizienz zu nennen.
-
Immundefizienz: Konsumierende Erkrankungen, wie Tumoren
oder chronische Infektionskrankheiten beeinträchtigen durch
die Schwächung des Immunsystems die Wundheilung.
-
Alter: Eine schlechtere Hautdurchblutung und die
Schwächung des Immunsystems bedingen bei älteren Menschen
im Allgemeinen eine eingeschränkte Wundheilung.
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Medikamente: Unter dem Einfluss von Zytostatika,
Antikoagulanzien und Immunsuppressiva kann die Wundheilung verzögert
werden.
Überbelastung
Eine überbeanspruchen des Brustbereiches kann zu Wundheilungsstörungen
führen. Sie sollten daher die Ratschläge des Operateurs befolgen.
Fragen Sie lieber einmal nach, bevor Sie sich überbelasten.
Die Implantate können nach der Operation tastbar sein. Unter Rippling
versteht man, dass Implantate wellig werden oder Falten bilden. Dies
ist oft nur zeitweise, da sich der Brustmuskel anpassen muss. Rippling
ist oft bei sehr schlanken oder zierlichen Personen möglich.
Beeinträchtigung Mammografie
Bei Brustkrebsvorsorgeuntersuchungen muß der Behandler wissen,
dass Sie Implantate besitzen, da er sonst diese als Unstimmigkeit deuten
kann. Weiß er darüber Bescheid, dass Sie Implantate besitzen,
wird er entsprechende Untersuchungsmethoden verwenden, damit Untersuchungsfehler
vermieden werden.
Faltenbildungen treten überwiegend bei Implantaten mit Kochsalzlösung
auf. Im Einzelfall müssen geeignete Behandlungsmethoden gefunden
werden.
Alterungsprozess Implantat
Es ist möglich, dass heutige, hochwertige Implantate
nie ausgetauscht werden müssen. Dies wird durch regelmäßige
Kontrolluntersuchungen abgeklärt. Achten Sie auf die Qualität
der Implantate, da hochwertige (aber auch teurere) Implantate mehrschichtig
sind und meist nicht so schnell altern.
Wir stehen Ihnen gerne unter unserer
kostenfreien Hotline unter 0800 - 678 45 65
für weitere Informationen und kostenfreie Beratung zum Thema Brustvergrößerung
zur Verfügung.
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